Der Apostel Paulus. | Impulse
2026: Jede Woche ein digitaler Impuls zur Lebensgeschichte des Paulus
Lasst uns in diesem Jahr die Bibel lesen und die Lebensgeschichte des Apostel Paulus entdecken – vom 1. Sonntag nach Epiphanias bis zum Ewigkeitssonntag. Dabei orientieren wir uns an den Erzählungen in der Apostelgeschichte und bauen die uns im Neuen Testament überlieferten Briefe des Paulus – so weit das möglich ist – chronologisch ein. Die einzelnen Impulse können hier noch einmal nachgelesen werden. Sie werden jeweils im Laufe eines Wochenendes in einem WhatsApp-Gruppenchat und auf Instagram @evangelisch.in.balve veröffentlicht.
6.46 | Schau auf Jesus.
Paulus predigt in Pisidien.
»Brüder und Schwestern, das sollt ihr wissen:
Durch Jesus wird euch
die Vergebung eurer Sünden angeboten.
Das Gesetz des Mose hatte nicht die Kraft,
euch vor Gott gerecht zu machen.
Aber durch Jesus wird jeder, der glaubt,
vor Gott als gerecht dastehen.«
Apostelgeschichte 13,38+39 | BasisBibel
Auf Zypern erleben Paulus und Barnabas, wie der Heilige Geist zu neuem Leben befreit. Beim Lesen der Apostelgeschichte fällt auf, dass seit dem Aufenthalt auf der Mittelmeerinsel Lukas vom Namen „Saulus“ zum Namen „Paulus“ wechselt, wenn er vom Handeln des Apostels erzählt. Paulus nutzt nun im Kontakt mit den heidnischen Völkern seinen griechisch-römischen Namen, der mit „der Kleine“ übersetzt werden kann. „Paulus meint es ernst und wollte die Botschaft in die weite Welt hinaustragen. Wer sogar seinen eigenen Namen ändert, zeigt an, dass es ihm wirklich ernst ist.“ (N.T. Wright) Ferner scheint die Führung von Barnabas auf ihn überzugehen, wird Paulus nun zuerst genannt. Die beiden ziehen weiter, mit dem Schiff Richtung Galatien (in die heutige Türkei) …
Wir lesen Apostelgeschichte 13,13-52 (zum Beispiel in der BasisBibel).
Uns begegnet hier die erste ausführliche Predigt des Paulus. Er malt seinen Zuhören den gekreuzigten und auferstanden Christus vor Augen: »Sie fanden nichts, wofür Jesus den Tod verdient hätte. Dennoch forderten sie von Pilatus seine Hinrichtung. Damit hatten sie alles getan, was in der Heiligen Schrift über Jesus vorhergesagt ist. Danach nahmen sie ihn vom Holzbalken ab und legten ihn ins Grab. Aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Viele Tage lang zeigte Jesus sich denen, die mit ihm von Galiläa nach Jerusalem gezogen waren.« Die Botschaft des Paulus lautet: „Die Welt soll nicht mehr auf einen Retter, Israel nicht mehr auf einen König warten, denn dieser ist bereits da gewesen: Jesus Christus ist der König der Juden und Retter der Welt. Wer an diesen glaubt, wird gerecht. Was das Gesetz des Mose nicht vermochte, das bietet Christus an: Vergebung der Schuld und Leben, das ewig ist.“ (Walter Lüthi)
Dabei spricht Paulus zuerst er am Sabbat in der Synagoge, wendet sich dann aber den Menschen aus den anderen Völkern zu … – und so sind auch wir heute eingeladen: Schau auf Jesus! ER ist der auferstandene Herr. ER bringt Vergebung der Sünden. ER macht den gerecht, der glaubt. SEINE Botschaft breitet sich aus. Auch noch in unseren Tagen. Es gibt Rettung für dich und mich. Lasst uns in diesem Glauben froh sein.
Gott,
du dich in Jesus anbietender,
hilf mir, deine Geschichte mit Israel im Lichte Jesu zu sehen.
Du hast dir ein Volk erwählt,
– es mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt.
Auf König Saul folgte David, dann viele Jahre später endlich Jesus
– König der Juden und Retter der Welt.
Durch Jesus wird uns die Vergebung unserer Sünden angeboten.
Jeder, der glaubt, wird durch IHN als gerecht dastehen.
Auf deine Gnade wollen wir uns verlassen.
Hilf mir diese Botschaft anzunehmen.
Ich schaue auf Jesus.
Dich will ich voll Freude loben und preisen.
Amen.
5.46 | Du darfst frei sein!
Barnabas und Paulus auf Zypern.
Saulus, der auch Paulus heißt,
nahm Elymas fest in den Blick.
Erfüllt vom Heiligen Geist, sagte er:
»Du bist voll List und Tücke,
du Sohn des Teufels und Feind aller Gerechtigkeit.
Willst du nicht endlich aufhören,
die klaren Anweisungen des Herrn zu verdrehen?«
Apostelgeschichte 13,9+10 | BasisBibel
Barnabas und Paulus sind von der Gemeinde in Antiochia ausgesendet. Der Heilige Geist ist am Werk. Er schickt die beiden auf Reise. Die beiden werden geführt. Was ist ihre Mission?! Sie sollen auf Christus, den Retter und Herrn der Welt zeigen. ER hat alles in der Hand. ER schenkt Freiheit zum Leben.
Wir lesen Apostelgeschichte 13,4-12 (zum Beispiel in der BasisBibel).
Die erste Missionsreise führt Paulus und seine Begleiter zu Beginn nach Zypern. Barnabas stammt von der Insel. Hier gibt es viel Handel, viele Juden und einen römischen Stadthalter mit Namen Sergius Paulus. „Diesem einen dürfen Barnabas und Saulus im Auftrag des Herrn der Welt jetzt das Heil bringen. Wie das zugeht, ist sonderbar. Schon die bloße Tatsache, dass die drei fremden Sendboten überhaupt an diese höchststehende Persönlichkeit der ganzen Insel herankommen, ist ja alles andere als selbstverständlich. Aber Gott fügt es so.“ (Walter Lüthi)
Der Stadthalter hatte Barnabas und Saulus zu sich rufen lassen, um das Wort Gottes zu hören. Wir entdecken hier nun zweifaches: Wo Menschen sich dem Wort Gottes öffnen, gibt es Widerstand. Aber Elymas, das bedeutet Zauberer – wie sich Barjesus auf Griechisch nannte – trat ihnen entgegen. Aber der Heilige Geist lässt nicht aufhalten, handelt, damit Menschen zum Glauben kommen, zugerüstet werden und frei leben können. Elymas wird durch das Wort des Paulus bestraft – und der römische Statthalter lässt sich durch das offensichtliche Eingreifen Gottes ansprechen. „So wie der Vorgang hier erzählt wird, hat es ganz den Anschein, als ob es Christus gerade nur auf diesen Sergius Paulus abgesehen hätte, das heißt auf die Befreiung des Hofes vom Bann des Barjesus.“ (Walter Lüthi)
Welche eine Botschaft: Du darfst frei sein! Der Heilige Geist wirkt auch heute noch in dieser Welt. Wo du belastet und „unfrei“ bist – vertraue darauf: Christus ist der Herr und Retter, auch deines Lebens. ER greift ein, ER schenkt neues Leben, Freiheit von bösen Mächten und Kräften. Lass dich heute neu von dieser Geschichte ansprechen. Komm zum Glauben. Wende dich IHM zu.
Gott,
du Befreiender,
hilf mir, die Kraft des Heiligen Geistes zu entdecken.
Du schickst Menschen auf den Weg
– um von dir Zeugnis zu geben.
Du siehst den, der nach dir fragt
– um dein Wort zu hören.
Dein Heiliger Geist befreit von dunklen Mächten.
Dabei lässt du dich nicht aufhalten.
Du schenkst Freiheit zum Leben.
Hilf mir dieses Leben neu zu leben.
Ich darf frei sein.
Ich will neu glauben und mich dir zuwenden.
Amen.
4.46 | Dienet dem Herrn!
Barnabas und Paulus werden ausgesendet.
Einmal fasteten sie für einige Zeit
und widmeten sich ganz dem Gebet.
Da sprach der Heilige Geist zu ihnen:
»Stellt mir Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei,
zu der ich sie berufen habe.«
Apostelgeschichte 13,2 | BasisBibel
In Antiochia gibt es eine Neuheit, die es bis vor kurzem nicht gegeben hat. Es existiert hier nun eine Christengemeinde. Und hier wird eine Kollekte zur Unterstützung für die Gemeinde in Jerusalem gesammelt, die Gaben werden durch Barnabas und Paulus dorthin gebracht.
Dort erleben die beiden, wie Petrus durch König Herodes gefangen genommen und auf wundersame Weise durch den Engel des Herrn befreit wird. Der Herr beschützt die Seinen. Schließlich kommen Barnabas und Paulus wieder nach Antiochia zurück.
Wir lesen Apostelgeschichte 12,24-13,3 (zum Beispiel in der BasisBibel).
In der interkulturellen Gemeinde gibt es bunte Typen (aus Zypern, Kyrene und Afrika) mit „Lebensbrüchen“ (von Herodes zu Christus), die als Propheten und Lehrer vorgestellt werden. „‚Lehrer‘ werden solche sein, die das Alte Testament auslegen können … ‚Propheten‘ sind solche, die in bestimmten Situationen und Entscheidungen aus der Vollmacht des Geistes heraus ganz konkrete Ratschläge, Mahnungen und Befehle geben können.“ (Walter Lüthi) Später schreibt Paulus an die Epheser: »Und Jesus selbst hat jedem eine besondere Gabe geschenkt: Die einen hat er zu Aposteln gemacht. Andere zu Propheten oder zu Verkündern der Guten Nachricht. Und wieder andere zu Hirten oder Lehrern.« (vgl. Epheser 4,11) Wir dürfen heute persönlich fragen: Mit welchen Gaben diene ich der Gemeinde?
Wir hören noch mehr: Die Gemeinde fastet für einige Zeit und widmet sich ganz dem Gebet. Da spricht der Heilige Geist. Im Griechischen heißt es: „Als sie Gottesdienst hielten dem Herrn.“ Die Gemeinde dient dem Herrn – und der Geist weitet den Blick: Die christliche Gemeinde ist größer als die Kirche vor Ort. Am Ende steht die Aussendung durch Gebet und Segen von Barnabas und Saulus.
Dienet dem HERRN mit Freuden! (Psalm 100,2 – Luther) Schau auf IHN. Gottes heilige Geistkraft zeigt dir und deiner Gemeinde Menschen neu: Wen kann der Herr aus eurer Gemeinde anders gebrauchen? Wer ist bei euch schon „ausgesendet“? Bete für diese Personen.
Gott,
du Weltumspannender,
hilf mir, die Weite deiner Gemeinde zu entdecken.
Du verbindest Menschen aus allerlei Ländern
– und unterschiedlichen Kulturen.
Du gibst jede und jedem unterschiedliche Gaben
– zum Dienst in der Gemeinde.
Deine Gemeinde ist größer als die Kirche vor Ort.
Deine heilige Geistkraft öffnet den Blick in die Weite.
Du sendest in die Welt.
Hilf mir zum Fasten und Gebet.
Dir und deiner Gemeinde will ich dienen.
Zeig mir, für wen ich heute beten kann.
Amen.
3.46 | Die Christen helfen einander.
Barnabas holt Paulus nach Antiochia.
Da beschlossen die Jünger in Antiochia,
die Brüder und Schwestern in Judäa zu unterstützen.
Jeder sollte so viel geben, wie er konnte.
Das taten sie und schickten ihre Gaben
durch Barnabas und Saulus an die Gemeindeältesten in Jerusalem.
Apostelgeschichte 11,29+30 | BasisBibel
Jesus verändert Paulus – vom Christenverfolger zum Zeugen des Evangeliums: Er trat nun auch hier unerschrocken im Namen des Herrn auf. (vgl. Apostelgeschichte 9,28) Und dann lesen wir, dass Paulus nach seinem Besuch in Jerusalem (laut Galater 1,18 wohnt er „fünfzehn Tage“ bei Petrus) in seine Heimatstadt Tarsus reist … In der Bibel finden wir aus dieser Zeit keine Notizen. Wir fragen trotzdem: Schickt Gott ihn erstmal nach Hause, um dort anzufangen, wo die Leute ihn kennen? „Die stille Revolution des Auferstandenen ist im Gang.“ (Walter Lüthi)
Die Apostelgeschichte richtet ihren Blick in dieser Zeit darauf, uns zu erzählen, dass Petrus und die Urgemeinde erleben: Die Gute Nachricht findet den Weg auch zu denen, die nicht direkt zum Volk Israel gehören (vgl. Apostelgeschichte 9,31-11,19). So wird die Mission des Paulus vorbereitet …
Wir lesen Apostelgeschichte 11,19-30 (zum Beispiel in der BasisBibel).
Eine Mutmachgeschichte! Die Gemeinde Jesu wächst. Das Evangelium berührt Menschen, weil Gott wirkt. Der Herr stand ihnen bei. Viele Menschen kamen zum Glauben und nahmen Jesus als ihren Herrn an.
Antiochia war neben Rom selbst und Alexandria die drittgrößte Stadt des Römischen Reiches. Hier passiert es, dass die Jesus-Bewegung ihren eigenen Namen bekommt. N.T. Wright schreibt: „Und wie wir schon viele Male gesehen haben, war ‚Christus‘ das griechische Wort für ‚Messias‘, ‚der Gesalbte‘, ‚Gottes gesalbter König‘. Die Nachfolger Jesu dachten und sprachen auf eine solche Weise, dass man sie als ‚des Königs Leute‘ betrachtete, ‚Messianisten‘, Christen.“
Wir sehen noch mehr: Barnabas begleitet die Gemeinde und holt sich auch Paulus zur Hilfe. Welch ein Segen, welche eine Gnade, wenn Geschwister im Glauben gemeinsam unterwegs sind. Und der Heilige Geist ist am Werk. In der Hungersnot helfen sich die Christen untereinander.
Die Christen helfen einander. Jeder sollte so viel geben, wie er konnte. Mich begeistert, was ich hier lese. Und auch wir sind mit hineingenommen: Welche Geschwister brauchen unsere Unterstützung, unser Gebet? Wem kannst du heute konkret helfen? Handeln wir als Christen, als des Königs Leute. Handeln wir in Liebe.
Gott,
du Königsherrscher,
hilf mir, mich an deiner Gemeinde zu erfreuen.
Menschen verkünden die Gute Nachricht von Jesus
– du stehst ihnen bei.
Menschen kommen zum Glauben
– du veränderst sie zur Liebe.
Dein Heiliger Geist wirkt zum Helfen.
Du zeigst uns, wir anderen dienen können.
Du stellst uns in eine Gemeinschaft.
Hilf mir, als Christ zu handeln.
Mache mich zu „des Königs Leuten“.
Zeig mir, wem ich heute helfen kann.
Amen.
2.46 | Jesus ist der Sohn Gottes.
Paulus erzählt sofort von Christus.
Er (Saulus) ging gleich in die Synagoge
und verkündete dort:
»Jesus ist der Sohn Gottes.«
Apostelgeschichte 9,20 | BasisBibel
Die Begegnung mit Jesus ändert für Paulus alles. Zuerst das klare Ziel vor Augen, die Jünger des Herrn zu verfolgen, wird er im Lichte Jesu drei Tage lang blind (vgl. Apostelgeschichte 9,9). Können wir sagen: Gott arbeitet an ihm? Erfüllt vom Heiligen Geist, fällt es Paulus nun „wie Schuppen von den Augen“ und er kann wieder sehen. In der Gemeinschaft mit den Jüngern kommt er wieder zu Kräften. Dann heißt es: Er ging gleich in die Synagogen und verkündete dort: »Jesus ist der Sohn Gottes.«
Wir lesen Apostelgeschichte 9,19-30 (zum Beispiel in der BasisBibel).
Ich staune: Der, der eben noch die Jünger Jesu mit großen Eifer verfolgt, tritt nun in Damaskus – und dann (laut Galater 3,18 „erst drei Jahre später“) auch in Jerusalem – unerschrocken im Namen von Jesus auf. Welch große Wunder wirkt unser Gott! An die Gemeinde in Korinth schreibt Paulus später: »Wenn jemand zu Christus gehört, gehört er schon zur neuen Schöpfung. Das Alte ist vergangen, etwas Neues ist entstanden! Das alles kommt von Gott. Durch Christus hat er uns mit sich selbst versöhnt. Er hat uns sogar den Dienst übertragen, die Versöhnung zu verkünden. Ja, in Christus war Gott selbst am Werk, um die Welt mit sich zu versöhnen …« (vgl. 2. Korinther 5,17-19) Diese Botschaft trägt Paulus nun in die Welt hinaus – zuerst in die Versammlungsstätten der jüdischen Gemeinden, dann zu allen Menschen und Völkern. Jede und jeder soll diese gute Nachricht erfahren. Dabei lässt sich der Apostel trotz großer Bedrohungen nicht mehr aufhalten …
Gleichzeitig erleben wir, wie sich die Gemeinde Jesu umeinander kümmert. Zuerst ist es Hananias, nun Barnabas, der sich dem Paulus annimmt, ihn unterstützt und Türen öffnet – auch zu denen, die die Veränderung des Paulus noch nicht greifen können.
»Jesus ist der Sohn Gottes.« „Wir stellen hier das erste Mal in der Apostelgeschichte fest, wie sich auf Jesus mit dem Titel bezogen wird, der zum Standard der frühen Christenheit wurde.“ (N.T. Wright) Auch wir sind heute gefragt: Wer ist Jesus für mich? Welchen Titel gebe ich ihm? Was erzähle ich anderen von Jesus? Was motiviert mich, was hindert mich? Lassen wir uns von Paulus anstecken.
Gott,
du Wundersamer,
hilf mir, über deine Veränderungskraft zu staunen.
„Jesus ist der Sohn Gottes.“
– so verkündet es Paulus nun.
Du stellst ihm Menschen zur Seite
– und kümmerst dich so um die deinen.
In Christus bist du selbst am Werk.
Du rechnest uns unsere Verfehlungen nicht an.
Diese gute Nachricht gilt allen.
Hilf mir, darauf zu vertrauen.
Lass mich Christus erkennen.
Zeig mir, wer dein Sohn Jesus ist.
Amen.
1.46 | Lebe neu – mit Christus!
Paulus begegnet Jesus.
»Saul, Saul, warum verfolgst du mich?«
Er fragte: »Wer bist du, Herr?«
Die Stimme antwortete: »Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Doch jetzt steh auf und geh in die Stadt.
Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.«
Apostelgeschichte 9,4-6 | BasisBibel
Der Apostel Paulus. Ein jüdischer Schriftgelehrter und römischer Bürger, geboren in Tarsus, einer Stadt in Kleinasien (in der heutigen Türkei). Wir kennen ihn durch seine Briefe und den Berichten in der Apostelgeschichte. Dort wird er zuerst mit seinem hebräischen Namen Saulus (nach dem ersten König des Volkes Israel) genannt.
Paulus ist klug und gebildet, spricht mehrere Sprachen – und verfolgt die ersten Christen mit fanatischem Eifer. Diese verkündigen den gekreuzigten und auferstandenen Jesus als den von Gott geschickten „Messias“ (den gesalbten König und Christus), als den Sohn Gottes – für Paulus ein Skandal! Als Zeuge hat er Gefallen an der Steinigung des Stephanus (vgl. Apostelgeschichte 7+8). An die Gemeinden in Galatien schreibt er später rückblickend: »Ihr habt doch gehört, wie ich früher als gesetztestreuer Jude meinen Glauben gelebt habe. Mit aller Kraft habe ich die Gemeinde Gottes verfolgt und wollte sie vernichten … Aber Gott hatte mich schon im Mutterleib ausgewählt und in seiner Gnade berufen. Er hatte beschlossen, mir seinen Sohn zu offenbaren. Bei allen Völkern sollte ich ihn bekannt machen.« (vgl. Galater 1,13-16)
Wir lesen Apostelgeschichte 9,1-19 (zum Beispiel in der BasisBibel).
Auf dem Weg nach Damaskus erscheint plötzlich ein helles Licht, Paulus hört die Stimme Jesu: »Saul, Saul, warum verfolgst du mich?« Diese Begegnung verändert alles. Gott spricht – und Paulus ist tief im Inneren berührt. Wir sehen: „Wenn ein Menschenleben anfängt, sich nach dem auferstandenen Christus zu richten, dann wird dieses Leben bekehrt, ganz wörtlich umgekehrt, verändert.“ (Walter Lüthi) Paulus ist nun berufen, das Evangelium unter den Völkern des römischen Reiches bekannt zu machen. Christus: König der Juden und Retter der Welt!
Lebe neu – mit Christus! Jesus kann alles ändern. Er wird selbst mit dem fertig, der ihn und die Seinen verfolgt. Ein Neubeginn ist möglich – damals für Paulus. Wie viel mehr dann auch für dich und mich heute. Wie sieht dieser Neubeginn konkret aus? Paulus betet, wird durch Hananias gesegnet und lässt sich taufen. Nimm dir Zeit für ein Gebet. Vielleicht erinnerst du dich an deine Taufe? Sei gewiss: Auch du gehörst zu SEINER Gemeinde.
Gott,
du Licht der Welt,
hilf mir, deine Macht und Herrlichkeit neu zu entdecken.
Du sprichst durch Jesus
– und veränderst den Getriebenen.
Du gehst auf Paulus zu
– und schenkst ihm die Erkenntnis:
Jesus ist der Christus, der auferstandene Herr.
Das sollen alle Völker erfahren.
Ein Neuanfang ist möglich.
Hilf mir, mich neu von dir ansprechen zu lassen.
Lass mich über dein Handeln staunen.
Kehre mich um zu dir.
Amen.