Rückblick | Jugendliche besuchen Taizé

Rückblick | Jugendliche besuchen Taizé

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Rückblick | Jugendliche besuchen Taizé

„Meine Hoffnung, meine Freude, meine Stärke, mein Licht – Christus meine Zuversicht, auf dich vertraue ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.“ Ein bekanntes Lied aus unseren Taizé-Andachten. Alle zwei Monate feiern wir donnerstags abends eine ökumenische Andacht mit Gesängen aus Taizé.

Taizé ist ein Ort in Frankreich und Sitz einer internationalen ökumenischen Gemeinschaft. Nun haben in den vergangenen Osterferien zwei junge Menschen aus unserer Gemeinde diesen Ort besucht … 

Julie, drei spontane Worte zu Taizé:
Gemeinschaft, Frieden, Stille

Mara, was macht für dich Taizé so besonders?
Über Tausende Menschen aus aller Welt gehen friedlich und offen mit einander um. Weil alle ihre Ruhe im Gebet, der Musik oder der Stille finden.

Julie, mit wem wart ihr unterwegs? Wie sah eure Gruppe aus?
Wir waren mit einer Gruppe aus dem Erzbistum Paderborn unterwegs. Mit dabei waren vor allem Firmlinge aber auch andere junge Menschen im Alter von 15 bis 35 Jahren. Die Leitung aus Balve hatte Theresa Wagner, Gemeindereferentin im Kath. Pastoralverbund Balve-Hönnetal.

Julie, wie sieht ein Tagesablauf in Taizé aus?
Gegen 7.30 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns auf das Morgengebet um 8.00 Uhr vorbereitet. Anschließend gab es ein gemeinsames Frühstück. Um 10.00 Uhr begann die Bibeleinführung mit Frère Andreas, gefolgt von einer Zeit in Kleingruppen, in der wir uns weiter mit den Inhalten beschäftigen konnten. Das Mittagsgebet fand um 12.20 Uhr statt, direkt danach gab es Mittagessen. Nach einer kleinen Mittagspause trafen wir uns um 15.00 Uhr erneut in unseren Kleingruppen, um die Bibelgeschichte noch intensiver zu vertiefen. Um 19.00 Uhr gab es Abendessen, gefolgt vom Abendgebet. Wer danach noch Energie hatte, konnte den Tag bei Musik und guter Stimmung am Oyak, dem Kiosk, ausklingen lassen.

Mara, wie wart ihr untergebracht? Was gab es zu essen?
Wir beide haben in unserem eigenen Zelt geschlafen. Viele andere aber in großen Gruppenzelten oder einfachen Barracken. Das Frühstück war immer gleich, ein einfaches Brötchen mit einem Stück Butter und zwei bis drei Stangen Schokolade. Dazu Tee oder Kakao. Mittags und Abends war immer sehr vielfältig. Neben einer kleinen warmen Portion gab es immer ein Stück Baguette mit einem Aufstrich, zwei Keksen, eine Portion Joghurt oder Pudding und natürlich auch Obst, meistens eine Orange oder Birne.

Mara, wie war es für dich mit so vielen unterschiedlichen jungen Menschen den Glauben zu teilen?
Mich hat total fasziniert, wie schnell eine ganze Kirche mit tausenden Menschen komplett stillwerden kann und zehn Minuten später alle gerührt die gleichen Lieder singen konnte. Besonders meine kleine Bibel Gruppe ist mir in guter Erinnerung geblieben. Wir waren alle total verschieden und völlig fremd, jedoch haben wir täglich über eine Stunde lang intensive Gespräche geführt.

Julie, was war dein Highlight?
Mein Highlight war das Abendgebet am Samstag. Wir haben am Anfang eine Kerze bekommen, und im Laufe des Gebets haben alle Menschen in der Kirche ihr Kerzenlicht an andere weitergegeben, sodass irgendwann die ganze Kirche erleuchtet war. Auch, wenn der Abschied von einigen neuen Freunden an dem Abend schwer war, war es ein sehr eindrucksvoller und friedlicher Moment der Gemeinschaft, mit so vielen Menschen die Stille, das Gebet und das Licht zu teilen.

Julie, welche Begegnung hat dich besonders bewegt?
Eines Abends am Oyak, dem Kiosk, haben wir einen Mann aus Schweden kennengelernt. Er hatte seine Familie aber vor allem seine Gitarre mitgebracht. Obwohl wir ihn, wie auch alle anderen nicht kannten, haben wir super harmonisch mit ihm musiziert und gesungen. Auch an den folgenden Abenden haben wir uns erneut gefreut und den Abend gemeinsam ausklingen lassen.

Mara, was war dein Highlight?
Am Tag der Abreisen war das Wetter im vergleich zur restlichen Woche leider kalt und regnerisch. Wir haben uns in eine großen Gemeinschaftszelt aufgehalten während gleichzeitig ein Bruder Gäste aus der Ukraine empfangen hat. Es wurde ein ukrainischer frühlings Tanz als Workshop angeboten. Wir wirkten abgeschreckt, entschlossen und aber kurzer Hand doch mit zu machen. Was sich rückblickend auch sehr gelohnt hat. Wir gingen mit viel mehr Freude und Motivation durch den Rest des Tages.

Mara, wie können wir Taizé auch in unserer Gemeinde erleben?
Einfaches beisammen sein ohne viel Aufwand. Auch gerne in Momenten der Stille oder vollkommenen Ausgelassenheit.

Vielen Dank für euren Bericht. Mehr zu unseren Taizé Gebeten findet ihr hier: Ökumenische Taizé-Gebete Kommt gerne dazu. Wir freuen uns auf Intersessierte.

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