Worte in den Tag, für Samstag, den 11.07.2020

"Gott schenkt seinem Volk Kraft" (Psalm 29,11)

Gott macht seine Gemeinden nicht ärmer, sondern reicher. Wo er wohnt und wirkt, geschieht gegenseitige Hilfe, Ermutigung, Freude.

"Sie sahen, wie mutig und offen Petrus und Johannes von Jesus reden. Sie wunderten sich, denn sie wussten, dass beide nicht studiert hatten. Sie waren einfache Leute. Sie wussten aber auch, dass Petrus und Johannes bei Jesus gewesen waren." (Apostelgeschichte 4,13)

Man muss nicht studiert haben, um die Bibel zu verstehen. Sie trifft mitten ins Herz und macht dich und mich zu Gottes Zeugen.

Worte in den Tag, für Freitag, den 10.07.2020

"Was du gemacht hast, davon erzählen wir unseren Kindern und die erzählen es ihren Kindern und die ihren Kindern, So gewaltig ist, was du für uns tust." (Psalm 145,4)

Wenn wir nicht mehr sind, werden unsere Familien, unsere Freunde, vielleicht sogar unsere Arbeitskollegen von Gott erzählen. Die Frohbotschaft geht so um die ganze Welt.

"Immer mehr Menschen werden Jesus glauben. Immer mehr Menschen werden Gott danken und ihn ehren." (2.Korinther 4,15)

Was Paulus vor 2.000 Jahren schrieb, ist wahr geworden. In Deutschland mag es sein, dass der christliche Glaube verpönt ist. Aber in Afrika, Südamerika, China wächst er Tag für Tag.

Worte in den Tag, für Donnerstag, den 09.07.2020

"Du kannst zu Gott fliehen." (Psalm 91,9)

Wer Gott vertraut, kann sich auf jeden neuen Tag freuen.

"Weil wir auf Jesus hoffen, reden wir offen und mutig mit anderen Menschen." (2.Korinther 3,12)

Christen können die Liebe Gottes nicht verschweigen. Sie lassen sich den Mund nicht verbieten.

Worte in den Tag, für Mittwoch, den 08.07.2020

"Gott sagt: Ich will meine Gemeinde führen und lenken. Ihr werdet es nicht verstehen. Auch die Klügsten unter euch werden es nicht verstehen." (Jesaja 29,14)

Gott überrascht uns immer wieder. Er hilft, aber nicht so, wie wir uns das denken. Am besten befehlen wir auch unsere Gemeinde ihm an.

"Viele, die Jesus zuhörten, wunderten sich. Sie sprachen: Woher hat er das? Was sind das für kluge Gedanken? Dazu macht er solche Wunder!" (Markus 6,2)

Schon bei dem 12-jährigen Jesus im Jerusalemer Tempel war es so, später bei dem Wanderprediger Jesus auch. Alle dachten: Er ist doch nur ein Zimmermannssohn! Aber Gottes Sohn, unmittelbar von Gott gelehrt, kann allein treffend von Gottes Barmherzigkeit erzählen.

Worte in den Tag, für Dienstag, den 07.07.2020

"Ich dachte in meiner Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie." (Psalm 31,23)

Gott verstößt keinen aus seiner Nähe. Er bleibt eine sichere Zuflucht.

"Am Weg saß ein blinder Bettler, Bartimäus. Als er hörte, dass Jesus von Nazareth nahe war, rief er laut: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich über mich! Die Leute wollten ihn zum Schweigen bringen. Aber Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her!" (Markus 10,46-49)

Bartimäus traute Jesus alles zu. So geschah das Wunder seiner Heilung. Seit damals folgte Bartimäus Jesus nach. Haben wir nicht auch schon Wunder erlebt? Und: Folgen wir Jesus nach?

Worte in den Tag, für Montag, den 06.07.2020

"So weit der Morgen vom Abend entfernt ist, so weit entfernt er die Schuld von uns." (Psalm 103,12) Schuld belastet uns. Gott wartet auf uns, auf den ersten Schritt. Meilenweit rückt er die Schuld von uns ab, denn sein Sohn trägt sie für uns.

"Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden." (Römer 5,20) Schuld kann schwer auf einem lasten. Wer Vergebung erbittet, spürt eine neue Macht. Die Macht der Liebe ist stärker als die Macht der Schuld.

Schulpraktikum in der Kirchengemeinde - Wilhelmine Lüecke berichtet von Ihrer Zeit im Frühjahr 2020

So war´s im Praktikum bei Pfarrerin Kastens Mein Schulpraktikum dauerte 2 Wochen. Ich hatte von Anfang an die Hoffnung, viele Menschen in unterschiedlichen Situationen kennenzulernen. Es ging ganz typisch am Sonntag mit Gottesdienst und anschließender Besprechung los. Für Montag erwartete mich eine „Haus“-Aufgabe: Plakate erstellen für den Glaubenskurs. Mein erster voller Arbeitstag wurde Dienstag. Zuerst war ich bei den Katechumenen im Unterricht. Dann besuchten wir ein nettes Ehepaar, das sich schon lange ehrenamtlich betätigte. Das Gespräch mit den beiden war sehr interessant. Abends war ein Konfirmandenelternabend. Am Mittwochmorgen traf sich der Ök. Trauerkreis Balve-Neuenrade, wo ich viel über die Vorbereitung eines Gedenk-Gottesdienstes erfahren konnte. Was mir gut gefiel, war, dass meine Beiträge ernst genommen wurden, trotz nicht sonderlich viel Erfahrungen in diesem Bereich. Nachmittags besuchten wir den Ev. Kindergarten „Arche Noah“. Dieser Nachmittag zeigte mir, dass das Arbeiten mit Kindern auf längere Zeit wohl nichts für mich ist. Auch so eine Erkenntnis ist hilfreich für die Zukunft. Donnerstag erlebte ich eine Beerdigung im Trostwald Wocklum, um auch diesen Teil des Pfarrberufs zu sehen. Außerdem besuchte ich alleine eine ältere Dame. Ihre Erfahrungen haben mich zutiefst bewegt, ich habe großen Respekt bekommen. Abends war ich bei der HomeZone, habe mit Jugendlichen diskutiert und gesungen. Danach nahm Frau Kastens mich mit zum Ök. Arbeitskreis, wo Ideen für 2020 besprochen wurden. Auch, wenn ich wenig mitreden konnte, fand ich es wichtig, die gute Zusammenarbeit gesehen zu haben. Freitag stand dann ein ök. Gedenkgottesdienst im Altenheim an. Trauerarbeit ist, wie Sie wahrscheinlich merken, ein großes Thema in diesem Beruf. Es war schön, dass ich danach beim Kaffeetrinken Zeit hatte, mit den Menschen zu reden und etwas über sie zu erfahren. Am Wochenende hatte ich bis auf den Gottesdienst, wo ich mitwirkte, Zeit, meine Predigt für den 9. Februar sowie meinen Praktikumsbericht zu schreiben. Die Pfarrerin hatte noch Dienstbesprechungen, Personalgespräch und Seelsorge. Da konnte ich nicht teilnehmen. Wann bereitet man bei so vielen Terminen die Inhalte vor? Ich habe gemerkt, wie viele Arbeitsstunden anfallen, wie oft es Abende sind. Jetzt sind u.a. noch der Glaubenskurs, ein Pfarrkonvent in Kirchenkreis Iserlohn und ein Gottesdienst im Altenheim geplant, Tage voller Begegnungen. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an Frau Kastens, die mir dieses Praktikum ermöglicht hat. Ich danke auch meinen Eltern, die mich jeden Tag nach Balve brachten, und Nicole Klüppelberg, mit der ich meine Predigt noch rhetorisch üben darf - sowie allen Menschen, die ich während meines Praktikums kennengelernt habe. Wilhelmine Lüecke

Predigt 09.02.2020 - Wilhelmine Lüecke

Römer 12, Vers 21: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. „ Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel zum Aufhängen hat er, aber keinen Hammer. Sein Nachbar allerdings hat einen Hammer, weswegen der Mann beschließt, diesem einen Besuch abzustatten. Doch der Mann beginnt zu zweifeln: Was, wenn er den Hammer nicht bekommt? Schon am vorherigen Tag grüßte sein Nachbar ihn nur flüchtig. Vermutlich nur, weil er im Stress war. Doch was, wenn nicht? Was, wenn er die Eile vorgetäuscht hat, weil er ihn nicht mag? Aber warum? Er hat doch gar nichts gemacht. Wieso schlägt man einen solchen banalen Gefallen aus, wenn der Bittende doch nichts getan hat? Womöglich hat der Nachbar noch die Illusion, er sei auf ihn angewiesen. Bloß, weil dieser den Hammer hat, er aber nicht? Nun reicht es aber! So stürmt der Mann zu seinem Nachbarn, klingelt und bekommt die Tür geöffnet. Doch, ehe der Nachbar auch nur einen guten Morgen wünschen kann, schreit der Mann ihn an: „Sie können Ihren Hammer behalten!“ Das Bibelwort oben ist mein Konfirmationsspruch. Ich habe ihn sorgfältig ausgesucht. Er hat eine Bedeutung für mich. Das Böse nicht gewinnen lassen, sondern mit Gutem besiegen. Das hat mich vor der Konfirmation sehr angesprochen. Außerdem hat er aktuelle Bedeutung. Schaut man sich die Lage in der Welt an, findet man viel Böses und Kriege. Doch nicht nur Kriege fallen unter Böses. Man sieht und hört tagtäglich in den Medien von Straftaten wie Überfällen oder Morden. Was bringt Menschen zu solchen Taten? In unserer Geschichte hat der Mann selbst sich dazu gebracht. Seine Gedanken sind das Böse. Sie bringen ihn zur Überzeugung, der Nachbar schlüge seinen Gefallen aus. Der Mann ist sofort überzeugt, dass sein Nachbar böse ist. Ich glaube, wir alle kennen diese Situation. Dass man in Gedanken eine Situation in die Höhe schaukelt - anderen die Schuld an etwas gibt, an dem man selbst die Schuld trägt - sich selbst diese falschen Fakten einredet, bis man nach ihnen handelt, nicht nach der Wahrheit. Man lässt sich verführen. Man geht lieber den falschen, aber einfachen Weg. Denn andere bestrafen, wenn auch zu Unrecht, ist einfacher als sich zu überwinden und für seine Fehler einzustehen oder sich zu entschuldigen. Das ist doch falsch, oder nicht? Ja, das ist es. Aber Gott lässt es doch zu? Ja, das tut er. Weil er uns nicht als Marionetten wollte. Aber er sucht und liebt uns trotzdem. Er hat uns Jesus Christus, seinen einzigen Sohn, geschickt. Jesus starb für uns. Für die Vergebung unserer Schuld hat Gott sich selbst in seinem Sohn gegeben. Er will nicht, dass wir uns verlaufen. Das kann man auch sehen. Gott hat uns keineswegs hilflos zurückgelassen. Er hat uns Jesus Christus als Retter und Vorbild vor die Augen gestellt. Seine Worte sind eine Hilfestellung für ein Leben in Frieden. Gerade die Bergpredigt Jesu hilft mir. Dort sagt Jesus, dass man seine Feinde lieben soll und für jene beten, die einen verfolgen. Seinen Feinden helfen. Wie geht das eigentlich? Mir hilft das Gespräch mit Gott. Wir können beten. Das Vaterunser kennt jeder Christ. Dort heißt es: „[…] und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen […]“. Das ist möglich. Gott macht es möglich. Gott kann uns helfen, uns selbst zu überwinden. Allerdings geht das nur, wenn man den Willen dazu hat. Gott verändert nichts gegen den Willen einer Person. Vereinnahmen und Manipulation? Das ist Gott fern! Wir müssen unseren inneren Schweinehund und Stolz besiegen, indem wir uns an Gott wenden. Besonders in unserem Alltag mit viel Stress, sei es auf der Arbeit oder in der Familie, vergisst man Gott schnell. Lässt keinen Platz für ihn. Das passiert schneller, als man glauben mag. Mir kommt es sogar so vor, als würden manche Leute in ihrem Alltag weniger denken, als, dass sie handeln. Dort liegt ein Problem. Ich glaube, es tut gut, wenn man in seinem Alltag einen bewussten Platz für Gott freihält. Erst denken, öfter das Gespräch mit Gott suchen. Dann fällt es leichter, sich zu überwinden. Natürlich kann Gott das Überwinden nicht für uns übernehmen. Es liegt in unserer Verantwortung. Aber er kann uns durch seinen Sohn, durch seine Worte inspirieren. Mit dieser Inspiration können wir uns verändern. Dass wir uns durch Gott, durch sein Wort verändern können, ist ein Punkt, der mir durch mein Gemeinde-Praktikum im Februar klar geworden ist. Die Konfi-Zeit und die HomeZone-Treffen, die Gespräche bei Gemeindebesuchen und die mitgestalteten Gottesdienste – sie alle haben mich verändert. Gott lebt und spricht, Gott überwindet das Böse in mir. So kann es geschehen, dass wir nicht von dem Bösen überwunden werden, sondern das Böse mit Gutem überwinden. Jesus hat es getan. Herzlich grüßt Wilhelmine Lüecke (Schülerin der 10. Klasse)

Luther - nun auch auf Dauer zu Gast in unserem Gemeindehaus

Die Künstler Gerd Jörgens und Harald Botschar haben aus Fliesenkleber eine Büste von Martin Luther erstellt und diese der evangelischen Kirchengemeinde Balve geschenkt.

Im Rahmen der Seniorenadventsfeier wurde die Büste feierlich enthüllt, die Künstler haben von der Idee und der Arbeit berichtet.

Auf einem Sockel stehend, der mit einer beleuchteten 500 versehen ist, hat Martin Luther einen würdigen Platz in unserem Gemeindehaus gefunden.

Pfarrerin Antje Kastens hat auch gleich noch eine Idee: Zusammen mit den Konfirmanden und Katechumenen möchte sie die 95 Thesen Luthers erarbeiten und von den Jugendlichen in Handschrift auf den Sockel auftragen lassen. Ein schönes Projekt, mit dem sicherlich mehrere Generationen Konfirmanden und Katechumenen einen bleibenden Eindruck in unserer Kirchengemeinde hinterlassen werden. Auch die beiden Künstler waren von dieser Idee ganz begeistert.

 

 

 

7 Tipps für das Leben in Zeiten von Corona - von Pfrn. Antje Kastens erprobt!

Jetzt AKTIV Sein - 7 Tipps für den Alltag von Ihrer Pfarrerin

Manche machen die Corona-Tage passiv und ratlos.

Der übliche Termin-Stress fällt aus.

Die Tagesstruktur auch.

Was tun? Hier sind 7 Tipps, aktiv und sinnvoll seine Tage zu gestalten:

1. Schreib mal wieder: Andere begleiten, Mut machen, erinnern, zum Lachen bringen. Es gibt viele Gründe, eine Mail, eine SMS oder Karte zu schreiben. Auch Tagebuch lohnt sich.

2. Werde Helfer: Nicht nur anfangs, nein, immer noch brauchen Menschen Hilfe. Mach die Augen und Ohren auf. Es ist erstaunlich, wo man alles helfen kann.

3. Lerne, Hilfe anzunehmen: Manchen geht jetzt die Kraft und Geduld aus. Nicht nur Älteren, auch Jüngeren. Suche Zuhörer, Anpacker, Ratgeber. Keiner muss diese Tage alleine schaffen.

4. Genieße den kleinen Moment: Eine Tasse Kaffee oder Tee? Ein Reisebericht im Fernsehen? Einmal ans Klavier setzen? Eine CD im Auto einlegen? Ein Foto vom Getobe der Kinder? Oder von der Azaleenblüte, die gerade aufgeht? Ein Limerick oder Sudoku? Ein Spaziergang!

5. Feiere Gottesdienst: Bewusst sich anmelden für kommenden Sonntag 10 Uhr, zum Beispiel. Ein Psalm am Morgen. Die Kerze zur Fürbitte um 19.30 Uhr weiter anzünden- und konkret beten.

6. Werde Lebens-Unterstützer: Kaufe bewusst dort ein, wo Du möchtest, dass der Laden bleibt. Verschenke Zeit-Gutscheine an Familie oder Freunde. Damit sie über die Zeit hinaussehen lernen.

7. Lies mal wieder: Ein gutes Buch aus dem Regal, aus der Stadt-Bücherei. Ein Andachtsbuch. Lies Gutes. Zappen hilft wenig. Fake-News helfen gar nicht.

Ich habe die Tipps alle ausprobiert und kann nur sagen: Es lohnt sich!

Herzlich grüßt Sie Ihre Pfarrerin Antje Kastens

Ein Lied, das gerade in Zeiten von Corona aus dem Herzen kommt!

Gut, dass wir einander haben,

gut, dass wir einander sehn,

Sorgen, Freuden, Kräfte teilen

und auf einem Wege gehen.

Gut, dass wir nicht uns nur haben,

dass der Kreis sich niemals schließt

und dass Gott, von dem wir reden,

hier in unsrer Mitte ist.

(Manfred Siebald)

Gebete und Sprüche in dieser Zeit!

Was wir in dieser Zeit brauchen? Wer paßt auf uns auf?

„Jesus Christus wacht mit größerer Sorge über dich als du selbst.“ (Martin Luther)

Ist unsere beste Zeit vorbei?

Es könnte ja sein, dass wir in tiefen Lebenskrisen den Eindruck haben, unsere beste Zeit wäre vorbei. Doch es kann auch sein, dass Gott mitten in der Verzweiflung unser Herz berührt und eine Ahnung in uns reifen lässt, dass vielleicht nicht die beste, aber trotz allem noch eine richtig gute Zeit auf uns wartet.“ (Jürgen Mette)

Ein Gebet in dieser Zeit

Vieles ist unsicher in diesen Tagen.

Sicher ist, dass Jesus Christus bei uns ist. Nichts wird uns aus seiner Hand reißen (Johannes 10,28).

Über alles kann ich mit ihm reden (1. Petrus 5,17).

Der Tod hat nicht das letzte Wort (Johannes 11,25).

Gottes Wort gibt Trost und Orientierung (Jeremia 15,16).

Darum kann ich so beten: Jesus Christus, ich möchte nicht mehr ohne dich sein. Ich wünsche mir, dass du mein Leben in deine Hand nimmst und mich nie mehr verlässt. Deshalb vertraue ich mich dir an. Bitte komm in meine Tage und erfülle mein Herz mit deinem Geist und deiner Nähe. Vergib mir meine Schuld. Dein Wille soll in meinem Leben geschehen. Sei von nun an mein Helfer und mein Trost. Ich bitte dich, dass du mich auf meinem Weg begleitest und mir bei allem, was kommt, zur Seite stehst.

Amen.

Ein Gebet

Ein Lächeln wirkt auf Schwierigkeiten

wie die Sonne auf Wolken –

es löst sie auf.

(Sri Aurobindo)

Wenn Du mal nicht schlafen kannst....

Wenn du nicht schlafen kannst ... ...

Jedes Baby kann es. Jeder Dackel auch, man könnte vor Neid erblassen.

Jeder Schüler kann es, besonders im Sommer in der Geschichtsstunde, sogar mit offenen Augen.

Nur viele von uns können es nicht: SCHLAFEN! Es ist in diesen Tagen nicht einfach zu schlafen. Zu viele Sorgen gehen uns wie Mühlsteine im Kopf herum. Dazu die Bilder und Nachrichten der Tagesschau! Am besten macht man Radio und Fernsehen zwischendurch ganz aus und gibt der Seele eine Erholungspause ohne Corona-Katastrophen-Meldungen.

Wir wissen auch so, was im Moment läuft und an allen Orten getan wird. Schlafen ist eine Kunst. Und eine Kraftquelle. Was kann man tun, wenn es nicht mehr geht? Man könnte sich erinnern, im Geist liebgewordene Wege gehen, vergangene Kindheit, Schulzeit, Sport- und Chorzeit, Freundschaft, Kameradschaft, Liebe.

Ich sage mir alte Choräle auf, innerlich, höre die Melodie in mir und lasse sie schwingen.

Man könnte auch aufstehen, sich was Gutes gönnen: Ein Roibosch-Tee, ein Buch, ein Bad, zu dem man tagsüber nicht kommt? Den Sternenhimmel begucken, so blank wie selten! Den Vögeln zuhören, die schon erwachen?

Ein alter Psalm kann auch helfen. Er ist verblüffend aktuell. Mir hat ein Spruch gefallen, den ich Ihnen jetzt augenzwinkernd weitergebe, ein Rat, der mir in diesen Sorgennächten wirklich weiterhilft: "Wenn Sie nicht schlafen können, zählen Sie nicht Schäfchen! Sprechen Sie mit dem Hirten!"

 

Herzlichst Ihre Pfrn. Antje Kastens

Martin Luther - in unserem Gemeindehaus